Drei übliche Fehler im Italienischen: schon Mal gemacht?!

Fehler im Italienischen

Drei übliche Fehler im Italienischen

Übliche Fehler im Italienischen
Deutschsprachige Italienischlernende machen wiederkehrende Fehler. Lesen Sie den Blogartikel, um sie herauszufinden!

Lernen Sie auch Italienisch? Sie haben vielleicht gerade angefangen, die wunderbare italienische Sprache zu lernen, oder sind Sie schon seit einer Weile dabei, aber ab und zu machen Sie Fehler im Italienischen, richtig?

Das ist absolut normal!

Fehler sind sogar wichtig, um eine Sprache zu erlernen! Am Anfang ist es vielleicht wirklich schwierig, die eigenen Fehler zu erkennen. Aber nach einer Weile werden auch Sie es merken, wenn sich ein Fehler eingeschlichen hat.

Der Satz wird plötzlich auch für Sie nicht mehr so schön klingen. Das ist ein bedeutsamer Moment im Lernprozess. Ihr Gehirn macht nämlich einen wichtigen Schritt hin zur “Selbständigkeit im Italienischen”.

Keine Angst!
Keine Panik: Es ist ganz normal, Fehler zu machen!

Haben Sie daher keine Angst zu sprechen oder Fehler zu machen.

Sprechen Sie einfach, mit oder ohne Fehler!

 

 

 

Das hilft Ihnen sich zu verbessern und korrekter zu sprechen.

Als Italienisch-Sprachtrainerin muss ich meine StudentInnen immer wieder verbessern und habe festgestellt, dass deutschsprachige Lernende im Italienischen wiederkehrende Fehler machen. Einige davon möchte ich hier auflisten.

Fehler im Italienischen Nummer 1: „sono di Austria/Germania“

Fehler im Italienischen Nummer Eins
Diesen Fehler im Italienischen habe ich leider schon sehr oft gehört! Vorsicht, bitte!

Vielleicht haben auch Sie bei den ersten Italienischstunden gelernt, wie man sich vorstellt und wie man die Nationalität angibt.

Als kurze Wiederholung: “Di dove sei?” – “Woher kommst du?” und die Antwort darauf: „Sono tedesca/o„. Ich komme aus Deutschland.”.

Im Italienischen sagt man wortwörtlich: “Ich bin Deutsche/r.”. Das heißt, wir verwenden das Verb “essere” (sein) und das Adjektiv, das sich in Geschlecht und Zahl nach der Person richtet, auf die es sich bezieht.

Die Version “sono di Germania” hingegen existiert nicht.

Wenn man unbedingt das Land statt das Adjektiv nennen möchte, dann sollte es heißen: “Vengo dalla Germania” – wortwörtlich “Ich komme aus Deutschland”.

Wichtig: Deutschland hat im Italienischen einen Artikel: la Germania und deswegen kommt man zu

dalla Germania”– da+la–> dalla.

Klingt kompliziert? Dann wählen Sie einfach die unproblematische Version: “Sono tedesca”, wenn Sie eine Frau sind, oder “Sono tedesco”, wenn Sie ein Mann sind. Und wenn Sie aus Österreich oder der Schweiz kommen, dann sagen Sie: “Sono austriaco/a” oder “Sono svizzero/a”. So sparen Sie sich Präpositionen und Artikel!

Fehler im Italienischen Nummer Zwei: “sono 25 anni”

Fehler im Italienischen Nummer Zwei
Das ist ein sehr heikles Thema: das Alter!

Das ist natürlich schon per se ein heikles Thema: das Alter.  Darf man nach ihm fragen? Oder sollte man es lieber lassen? Das bleibt Ihnen überlassen.

Hauptsache aber, die Grammatik stimmt!

Im Deutschen sagt man “Wie alt bist du?”. Man verwendet in diesem Fall das Verb “sein” (essere).

Im Italienischen aber sagen wir “Quanti anni hai?”. Wir verwenden also das Verb “avere” (haben).

 

Dadurch distanzieren wir uns ein bisschen mehr von unserem Alter!

Die Antwort sollte also lauten: “Io ho 25 anni” (Stimmt natürlich nicht, ich bin schon etwas älter!)

 

Wir verwenden also auch in diesem Fall das Verb “avere”: Io ho … anni—> Ich habe … Jahre

Für deutschsprachige Italienischlernende klingt das natürlich komisch, es ist aber so.

Fehler Nummer Drei: „io chiamo Lukas“

Fehler Nummer Drei im Italienischen
Ein häufiger Fehler im Italienischen!

Sie haben wahrscheinlich gerade angefangen, Italienisch zu lernen, und lernen sich vorzustellen.

Die Frage lautet “Come ti chiami?”–> “Wie heißt du?”. Und die richtige Antwort darauf ist “(Io) mi chiamo Lukas”.

Anders als im Deutschen verwenden wir im Italienischen ein reflexives, also rückbezügliches Verb: chiamarsi– sich nennen.

Die Formen des reflexiven Verbs “chiamarsi” lauten:

(io) mi chiamo

(tu) ti chiami

(lui/lei/Lei) si chiama

(noi) ci chiamiamo

(voi) vi chiamate

(loro) si chiamano

Das Reflexivpronomen (mi, ti, si, ci, vi si) gehört zum Verb und muss unbedingt ausgesprochen werden, sonst hat das Verb eine ganz andere Bedeutung: io chiamo Lukas– ich nenne/rufe Lukas.

 

Ich hoffe, dass meine Erklärungen nützlich und verständlich sind. Wenn Sie noch Fragen oder Zweifel haben, dann kontaktieren Sie uns gerne.

Vergessen Sie nicht, so oft wie möglich die italienische Sprache zu praktizieren und einen guten Italienischkurs zu besuchen – ohne Fleiß kein Preis.

Mehr Infos über die italienische Sprache finden Sie auf folgenden Seiten:

Autorin dieses Blogbeitrags

Lucrezia Premuda- Gründerin von Speakable

Italienisch- und Deutschsprachtrainerin, Übersetzerin und Dolmetscherin

 

 

 

 

 

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